Jede Aktualisierung beginnt mit einem neuen Bild der Atmosphäre
Wetterstationen, Satelliten, Radar, Bojen, Flugzeuge und Wetterballons beobachten unterschiedliche Teile der Atmosphäre. Bei der Datenassimilation werden diese Messungen mit einer früheren Vorhersage kombiniert, um Temperatur, Wind, Feuchte und Luftdruck zu Beginn der neuen Berechnung möglichst konsistent zu schätzen.
Beobachtungen erfassen nicht jeden Ort und jede Höhe und enthalten unvermeidbare Unsicherheiten. Modelle müssen zudem sehr kleine oder komplexe Prozesse näherungsweise darstellen. Ein neuer Lauf ist deshalb nicht nur die Korrektur eines früheren Fehlers, sondern eine neue Berechnung auf Grundlage der aktuellsten verfügbaren Informationen.
Ein einzelnes Szenario zeigt nicht die ganze Unsicherheit
Die Atmosphäre ist ein chaotisches System. Sehr kleine Unterschiede im Ausgangszustand können im Verlauf von Stunden und Tagen anwachsen. Der Zeitpunkt einer Front, die Lage eines Regenbandes oder ein genauer Temperaturwert können sich deshalb ändern, obwohl das großräumige Muster ähnlich bleibt.
Ensemblevorhersagen begegnen diesem Problem mit mehreren Simulationen, deren Anfangsbedingungen und Modelldarstellungen leicht voneinander abweichen. Stimmen viele Mitglieder überein, ist das Signal robuster. Eine große Streuung weist auf eine breitere Palette plausibler Entwicklungen und höhere Unsicherheit hin.
Aktualisierungen vergleichen, ohne jeder Schwankung zu folgen
Vergleichen Sie für mehrere aufeinanderfolgende Läufe immer denselben Ort und denselben Vorhersagezeitpunkt. Achten Sie darauf, ob Wetterart, Zeitfenster und betroffenes Gebiet bestehen bleiben, statt nur einen Einzelwert zu verfolgen. Ein wiederkehrendes und vom Ensemble gestütztes Signal ist aussagekräftiger als eine Spitze in nur einer Simulation.
Je näher ein Ereignis rückt, desto besser können zusätzliche Beobachtungen das Szenario in der Regel eingrenzen. Gewitter, Nebel, Schnee und andere lokale Phänomene bleiben dennoch oft schwer genau zu verorten. Halten Sie bei wetterabhängigen Entscheidungen flexible Alternativen bereit und beachten Sie die amtlichen Warnungen.
Quellen und Methode
Praktisches Beispiel bei Meteo Interactive
Vergleichen Sie für denselben Ort und dieselbe Gültigkeitszeit zwei aufeinanderfolgende Aktualisierungen und prüfen Sie Quelle und Aktualisierungszeit: Eine Änderung enthält neue Information und ist nicht zwangsläufig ein Fehler.
Dieser Leitfaden ist ein Erklärtext und von den operativen Wetterdaten getrennt. Er wurde mit den unten genannten öffentlichen Quellen sowie mit den tatsächlich angezeigten Bezeichnungen, Einheiten und Zeitangaben abgeglichen. Die Prüfung achtet auf Klarheit, Konsistenz und die Trennung von Beobachtungen, Vorhersagen und amtlichen Warnungen; bei Änderungen an Quelle oder Oberfläche wird der Text aktualisiert.
Wenn Sie einen Fehler oder eine veraltete Quelle finden, melden Sie ihn der Redaktion.
Vorhersagen beschreiben wahrscheinliche Szenarien und ersetzen keine amtlichen Warnungen.
