Von Feuchtigkeit zur Wolke
Wer eine Wolke verstehen möchte, beginnt am besten bei ihren Bestandteilen. Wolkentröpfchen entstehen, wenn Wasserdampf an winzigen Teilchen in der Atmosphäre kondensiert. Diese Teilchen heißen Kondensationskerne; Staub, Salzpartikel und Rauch können solche Oberflächen liefern. Feuchtigkeit und diese mikroskopisch kleinen Ansatzpunkte wirken bei der Tröpfchenbildung zusammen. Die Tropfen entstehen also nicht ohne eine Oberfläche, an der der Wasserdampf kondensieren kann. [s1]
Ein häufiger Weg zur Kondensation beginnt mit aufsteigender Luft. Ein Luftpaket gelangt dabei in einen Bereich mit geringerem Druck, dehnt sich aus und kühlt ab. Erreicht es die Sättigung, können sich Wolkentröpfchen bilden. Die Aussage, dass Luft aufsteigt, beschreibt deshalb noch keine fertige Wolke: Durch die Abkühlung muss auch die für die Tröpfchenbildung notwendige Bedingung erreicht werden. [s1]
Die Formen unterscheiden
Die äußere Form gibt Hinweise auf diesen Vorgang. Cirrusartige Wolken sind hoch, fein und faserig und bestehen aus Eiskristallen. Cumulusartige Formen erscheinen dagegen als getrennte Gebilde mit scharfen Umrissen und vertikaler Entwicklung. Ihre Unterseiten sind häufig flach. Sie markieren die Höhe, in der die Feuchtigkeit der aufsteigenden Luft zu kondensieren beginnt und sich die Wolke ausbildet. [s2]
Stratusartige Formen breiten sich wie eine Decke aus und besitzen unschärfere Ränder als die deutlich begrenzten Cumuluswolken. In der von NOAA erläuterten historischen Einteilung bezeichnet Nimbus regentragende Wolken. Solche nach dem Aussehen gebildeten Gruppen erleichtern den Einstieg in die Himmelsbeobachtung. Sie bilden für sich genommen jedoch kein vollständiges Verzeichnis der Gattungen, die in der heutigen Wolkenklassifikation verwendet werden. [s2] [s3]
Höhen und Veränderungen einordnen
Auch die Höhenlage verlangt eine sorgfältige Einordnung. Die typischen Höhen der Wolkenstockwerke unterscheiden sich zwischen geografischen Regionen. Die Basis tiefer Wolken liegt gewöhnlich innerhalb der ersten zweitausend Meter über der Oberfläche. Es gibt jedoch Ausnahmen: Cumulus und Cumulonimbus können höher gelegene Unterseiten haben. Eine übliche Höhenangabe ist deshalb eine Orientierung und keine starre Grenze, die auf jede beobachtete Wolke zutreffen muss. [s2]
Stellen wir uns als hypothetische Beobachtungsübung eine Wolke vor, die zunächst wächst und später dünner wird. Ihre Tröpfchen entstehen und verschwinden fortlaufend: Überwiegt die Kondensation, wird das Wachstum begünstigt; überwiegt die Verdunstung, löst sich die Wolke eher auf. Die wechselnde Kontur passt zu diesem ständigen Austausch. Man muss die Wolke daher nicht als festes Objekt mit unveränderlicher Gestalt betrachten. [s1]
Verwendete Quellen
- How Clouds Form — NOAA JetStream — Source: NOAA / National Weather Service
- The Four Core Types of Clouds — NOAA JetStream — Source: NOAA / National Weather Service
- Ten Basic Clouds — NOAA JetStream — Source: NOAA / National Weather Service
Automatisch anhand der zitierten Quellen erstellter Inhalt.
Alle Nachrichten und Leitfäden